Karin Taglang

Selbst-Interview mit Karin Taglang

in Blog/Persönlich von

Du möchtest wissen, wer hinter The Zurich Review steckt? Ich habe die Bloggerin hinter dem Literatur-Magazin interviewt. Aber Moment, das bin ja ich!

Karin, willst du dich wirklich selbst interviewen? Ist das nicht ein bisschen seltsam?

Vielleicht schon, aber es ist immerhin besser als drei Seiten langweilige Fakten über mich. So können die Leser*innen ein paar Dinge über mich erfahren, die sie vielleicht nicht erwarten. Zum Beispiel, dass ich gerne Selbstgespräche führe. Wer hätte das gedacht?

Na gut, wenn du unbedingt willst. Warum also hast du The Zurich Review gegründet?

Das war eine sehr spontane Idee. Aber lass mich vorne anfangen: Ich habe Englische Sprach- und Literaturwissenschaften an der Uni Zürich studiert und während dem Studium immer viel lieber Linguistik gemacht. Die Literaturwissenschaft war mir irgendwie zu weit hergeholt, zu trocken. Doch nach dem Studium hat es mich plötzlich gepackt. Ich habe angefangen, Bücher nicht mehr einfach nur zu lesen, sondern mir dabei ausführliche Gedanken zu machen. So fand ich einen Weg, mich auf die Aspekte zu konzentrieren, die mich am meisten faszinieren – zum Beispiel Charaktere, die nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen …

Wie zum Beispiel?

Nora Webster, aus dem gleichnamigen Roman von Colm Tóibín. Die verwitwete Nora mag auf den ersten Blick ganz normal wirken, doch ganz leise und unauffällig widersetzt sie sich den Erwartungen der Gesellschaft und kämpft um ihre Selbstbestimmung.

Jetzt habe ich ein paar Fragen aus dem „Ultimate Book Tag“ für dich. Bist du bereit?

Hä, was ist das?

Vergiss es. Beantworte einfach die Fragen. 

Okay …

Harry Potter oder Twilight? Begründe deine Antwort.

Harry Potter! Weil J. K. Rowling schreiben kann und weil ich ein bisschen in Hermine verliebt bin.

Riechst du an deinen Büchern?

Ja klar, du etwa nicht?

Welches ist das dickste Buch in deinem Regal?

The Complete Works of William Shakespeare, nehme ich an. Aber das zählt nicht wirklich, das musste ich nämlich für’s Studium kaufen. Ich mag zwar Shakespeare, aber einen solchen Wälzer hätte ich trotzdem nicht freiwillig gekauft.

Was ist dein Lieblingswort?

Das kommt auf die Sprache an: Auf Englisch sicher „transmogrification“, Schweizerdeutsch eher „Chrüsimüsi“ und auf Deutsch fällt mir nichts ein.

Vampire oder Feen? Und weshalb?

Feen, weil ich Irish Dance mache und mein aktueller Modern Set Dance „King of the Fairies“ heisst. Den möchte ich lieber nicht beleidigen …

Zum Schluss noch etwas für die Leser*innen, die sich mehr für The Zurich Review selbst interessieren als für dich. Beschreibe den Inhalt und das Ziel von The Zurich Review in einem Satz.

The Zurich Review ist ein Literatur-Blog im Magazin-Stil mit Fokus auf zeitgenössische Literatur, die denen eine Stimme verleiht, die sonst überhört werden, weil sie sich am Rande der Gesellschaft befinden, nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen, sich für andere einsetzen oder sonst auf irgendeine Weise inspirierend sind und die Welt zu einem besseren Ort machen.

Jetzt fällt mir doch noch ein deutsches Lieblingswort ein: „Nebensatz“.

Danke für das Interview!


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Ich bin die Gründerin von The Zurich Review. Im Anglistik-Studium habe ich Literatur gehasst; meine Leidenschaft dafür habe ich erst nach all der Pflichtlektüre wiederentdeckt. Wenn ich nicht lese, dann tanze ich, und zwar Irish Dance.

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