Top Ten 2017 Favourites

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Nicht mal mehr zwei Wochen dauert es bis zum Jahreswechsel. Hier auf The Zurich Review heisst das vor allem eines: Es ist Zeit für die Top 10 Favoriten-Liste für das Jahr 2017! Lasst uns mit ein bisschen Statistik beginnen.

Total gelesene Bücher: 40, davon:

  • 5-Stern-Bewertungen: 5
  • 4-Stern-Bewertungen: 20
  • 3-Stern-Bewertungen: 12
  • 2-Stern Bewertungen: 3
  • 1-Stern-Bewertungen: 0

Seit meiner Kindheit war 2017 das erste Jahr, in dem ich endlich wieder mal richtig gelesen habe. Mit meinen 40 gelesenen Büchern bin ich daher enorm zufrieden, auch wenn ich damit mein Goodreads-Ziel von 50 Büchern knapp verfehlt habe. Besonders freue ich mich über die zahlreichen 4- und 5-Stern-Bewertungen – was will man mehr?

Und hier kommt sie, meine persönliche Top 10 Liste. Um die Spannung noch ein bisschen zu steigern, beginne ich bei Platz 10:

Platz 10

A Thousand Splendid suns

A Thousand Splendid Suns – Khaled Hosseini (2007)

Das allerletzte Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, hat es gerade noch in die Top 10 geschafft! Der Roman handelt vom Schicksal zweier Frauen in Afghanistan, einem Land, das vom Krieg völlig zerrüttet worden ist. Die Geschichte von Mariam und Leila ist keine glückliche, und doch macht sie Mut. Sie handelt von (fehlender) Selbstbestimmung und der Unterdrückung von Frauen, aber auch von der Kraft der Liebe. Eine wunderschöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Platz 9

juliet takes a breath

Juliet Takes a Breath – Gabby Rivera (2016)

Dieses LGBTQ-Jugendbuch hat mich absolut überrascht. Der noch eher unbekannten Autorin Gabby Rivera ist es gelungen, eine einzigartige Coming-of-Age-Geschichte zu schreiben, die modern und lehrreich zugleich ist. In diesem Buch habe ich, obwohl ich mich seit Jahren als Feministin bezeichne und mich auch in der LGBTQ-Community zu Hause fühle, noch so einiges gelernt – über Feminismus, Rassismus und Selbstfindung.

Platz 8

how to build a girl

How to Build a Girl – Caitlin Moran (2014)

Auf Platz 8 ist gleich noch eine Coming-Of-Age-Geschichte, und auch diese behandelt feministische Themen, allerdings auf eine völlig andere Art. Während Gabby Rivera in Juliet Takes a Breath uns eher das „wütende“ Gesicht des Feminismus zeigt, bringt Caitlin Moran in How to Build a Girl die Sache auf eher humorvolle Weise rüber. Johanna Morrigan entdeckt in diesem Buch sich selbst und ihre Sexualität.

 

Platz 7

the curious incident of the dog in the nighttime

The Curious Incident of the Dog in the Nighttime – Mark Haddon (2003)

An dieses Buch hatte ich grosse Erwartungen und wurde nicht enttäuscht, es ist den Hype absolut wert! Darin erzählt uns der 15-jährige Protagonist Christopher Boone, wie er eines Tages den Hund der Nachbarin tot aufgefunden hat und danach versuchte, den Mörder zu fassen. Das Spezielle daran: Christopher leidet am Asperger-Syndrom: Er versteht die kompliziertesten Mathe-Aufgaben mühelos, aber die Menschen versteht er nicht.

Platz 6

das leben ist gut

Das Leben ist gut – Alex Capus (2016)

Das Leben ist gut – so heisst das einzige Buch von einem Schweizer Autor auf dieser Liste. Zwar habe ich dieses Jahr auch noch ein paar andere Schweizer Bücher gelesen, aber Alex Capus neuester Roman ist wirklich herausgestochen! Es ist kein grossartiges Werk der Literatur, kein epischer Liebesroman und eigentlich auch sonst nichts Spezielles, doch genau darum geht’s: um die alltäglichen Dinge im Leben, deren Schönheit man viel zu oft übersieht. Dieses Buch macht einfach glücklich!

Platz 5

asking for it

Asking For It – Louise O’Neill (2015)

Louise O’Neills Roman Asking For It ist alles andere als eine Freude beim Lesen. Die Geschichte der Protagonistin Emma ist richtig grauenhaft! Warum also liegt dieses Buch trotzdem auf Platz 5 meiner Top 10 Liste? Weil das Buch wichtige, wenn auch unschöne Themen behandelt: Die 18-jährige Emma geht gerne auf Parties, flirtet und trinkt, was das Zeug hält – bis sie eines Tages keine Ahnung mehr hat, was in der letzten Nacht passiert ist …

Platz 4

nina is not ok

Nina Is Not Ok – Shappi Khorsandi (2016)

Die Protagonistin Nina erlebt Ähnliches wie Emma in Asking For It. Auch sie erwacht nach einer wilden Partynacht und kann sich an nichts erinnern, bis in den sozialen Medien explizite Bild- und Videoaufnahmen von ihr auftauchen. Ausserdem hat Nina ein Alkoholproblem und so nimmt das „Slut Shaming“ und „Victim Blaming“ seinen Lauf. Eigentlich eine traurige Geschichte, doch die Komikerin Shappi Khorsandi vergisst trotzdem ihren Humor nicht.

Platz 3

they both die at the end

They Both Die at the End – Adam Silvera (2017)

They Both Die at the End gehört zu meinen absoluten Jahreshighlights. Der LGBTQ-Jugendroman spielt in einer Welt, in der eine spezielle Firma den Todestag jedes Menschen voraussagen können. Die beiden Teenager Rufus und Mateo lernen sich kennen, nachdem sie erfahren haben, dass sie beide an diesem Tag sterben werden. Wie der Titel vermuten lässt ist es eine unendlich traurige Geschichte, doch am Ende überragen Liebe und Freundschaft jede Traurigkeit.

Platz 2

carol

Carol or The Price of Salt – Patricia Highsmith (1952)

Zu meiner grossen Überraschung hat mich Patricia Highsmith mit Carol or The Price of Salt völlig weggefegt. Eigentlich stehe ich im Moment eher auf zeitgenössische Literatur und greife nur selten zu älteren Werken. Doch in diesem Fall hat sich der Griff gelohnt: Wie die Protagonistin Therese habe ich mich Hals über Kopf in die mysteriöse Carol verliebt. Die Liebesgeschichte zwischen den zwei Frauen ist die erste ihrer Art, die zumindest die Chance auf ein Happy End zulässt.

Platz 1 – Jahreshighlight 2017

brooklyn

Brooklyn – Colm Tóibín (2009)

Ich weiss, ich weiss, ich bin spät dran und wahrscheinlich kennt und liebt ihr Brooklyn alle schon lange. Aber ich fand Colm Tóibíns wahrscheinlich bekanntestes Werk so unglaublich toll, dass ich es am liebsten all meinen Freunden und Verwandten zu Weihnachten schenken würde. Die Geschichte des jungen irischen Mädchens Eilis Lacey, die – anfangs gegen ihren Willen – nach New York auswandert und am Ende nicht mehr weiss, wo sie wirklich hingehört, ist so liebevoll geschrieben und einfach nur schön. Jeder und Jede muss es lesen!

Das waren sie, meine Top 10 Jahreshighlights 2017. Es war ein tolles Lesejahr und ich hoffe, dass das nächste genauso toll wird, oder sogar noch besser! Was waren deine Lesehighlights in diesem Jahr?


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Ich bin die Gründerin von The Zurich Review. Im Anglistik-Studium habe ich Literatur gehasst; meine Leidenschaft dafür habe ich erst nach all der Pflichtlektüre wiederentdeckt. Wenn ich nicht lese, dann tanze ich, und zwar Irish Dance.

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